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Kanada ist kein Reiseziel, das man mal eben nebenbei erkundet. Das Land ist riesig, die Entfernungen sind teilweise gewaltig und zwischen Atlantikküste, Großstädten, Prärie und Rocky Mountains liegen Welten. Genau das macht Kanada aber auch so reizvoll.

Wer zum ersten Mal nach Kanada reist, sollte deshalb nicht versuchen, möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu sehen. Eine gute Reiseplanung macht hier einen besonders großen Unterschied.

Kanada ist größer, als es auf der Landkarte aussieht

Das klingt banal, ist aber einer der häufigsten Denkfehler bei der Kanada-Reiseplanung. Auf einer Karte sieht beispielsweise eine Strecke zwischen zwei Orten manchmal erstaunlich überschaubar aus. Tatsächlich können daraus viele Stunden Fahrt werden.

Kanada ist mit rund 9,8 Millionen Quadratkilometern das zweitgrößte Land der Erde. Entsprechend groß sind auch die Entfernungen innerhalb einzelner Regionen. Ein Roadtrip durch British Columbia und Alberta ist etwas völlig anderes als eine Reise durch Québec und Ontario. Eine komplette Kanada-Rundreise von Ost nach West ist wiederum ein eigenes Projekt.

Für die erste Reise ist es deshalb sinnvoll, sich auf eine Region zu konzentrieren.

Westkanada mit Vancouver, Vancouver Island und den Rocky Mountains ist eine Möglichkeit. Ostkanada mit Toronto, Montréal, Québec City und den Atlantikprovinzen eine andere. Beide Varianten bieten Natur, Städte und abwechslungsreiche Landschaften – aber eben auf unterschiedliche Weise.

Welche Reisezeit ist die richtige?

Eine allgemeingültige beste Reisezeit für Kanada gibt es nicht. Das Land erstreckt sich über mehrere Klimazonen und bietet tatsächlich vier deutlich unterschiedliche Jahreszeiten. Was im Juli perfekt für eine Wanderung in den Rockies ist, kann im Januar völlig anders aussehen.

Der Sommer ist für viele klassische Rundreisen besonders unkompliziert. Viele Straßen, Wanderwege, Campingplätze und touristische Einrichtungen sind geöffnet. Gleichzeitig ist dies in beliebten Regionen auch die Zeit mit den meisten Reisenden.

Der Herbst hat seinen eigenen Reiz. Die Wälder färben sich, die Temperaturen werden angenehmer und in vielen Regionen wird es ruhiger. Besonders September und Oktober können für Reisende interessant sein, die Natur erleben möchten, ohne unbedingt in der Hauptsaison unterwegs zu sein.

Der Winter ist keineswegs nur eine unangenehme kalte Jahreszeit. Skifahren, Schneeschuhwandern, Eislaufen, Winterfestivals und – in geeigneten Regionen – Polarlichter machen Kanada auch dann zu einem spannenden Reiseziel.

Im Frühjahr erwacht das Land langsam aus dem Winter. Dafür können Wetter, Öffnungszeiten und Straßenverhältnisse je nach Region noch wechselhaft sein.

Städte oder Natur?

Beides – aber mit einem vernünftigen Verhältnis.

Kanada hat interessante Städte wie Vancouver, Toronto, Montréal, Québec City oder Calgary. Gleichzeitig liegt ein großer Teil des Reiseerlebnisses außerhalb der Städte.

Gerade die Nationalparks gehören für viele Besucher zu den Höhepunkten. Kanada verfügt über zahlreiche Nationalparks und National Park Reserves, die von der Atlantikküste bis in den hohen Norden reichen.

Wenn Sie beispielsweise nach Vancouver fliegen, können Sie einige Tage in der Stadt verbringen und anschließend Richtung Berge fahren. Bei einer Reise nach Calgary bietet sich dagegen eine Kombination aus Stadt und Rocky Mountains an.

Die Kunst besteht darin, nicht jeden Tag mit Sehenswürdigkeiten vollzustopfen.

Weniger Stationen können mehr Urlaub bedeuten

Bei einer zweiwöchigen Reise klingt es zunächst verlockend, sechs oder sieben Orte einzubauen. Schließlich fliegt man nicht jeden Tag nach Kanada.

Das Problem: Jede zusätzliche Station bedeutet Packen, Auschecken, Fahrt oder Flug, Einchecken und Orientierung am neuen Ort.

Gerade bei einem Roadtrip sollten Sie deshalb auch Fahrtage als Teil des Urlaubs betrachten. Eine lange Strecke durch die kanadische Landschaft kann selbst ein Erlebnis sein. Wer allerdings jeden zweiten Tag mehrere Stunden im Auto sitzt, wird irgendwann feststellen, dass Kanada zwar beeindruckend ist, aber aus dem Fenster eines Mietwagens trotzdem irgendwann ziemlich gleich aussieht.

Besser ist es häufig, zwei oder drei größere Stationen auszuwählen und dazwischen genügend Zeit einzuplanen.

Mietwagen oder öffentliche Verkehrsmittel?

Das hängt stark von der Route ab.

In Toronto, Montréal oder Vancouver kommen Sie auch ohne eigenes Auto gut zurecht. Die großen Städte verfügen über öffentliche Verkehrssysteme. Außerhalb der Ballungsräume sieht die Situation anders aus.

Wer Nationalparks, kleinere Orte oder abgelegene Landschaften besuchen möchte, ist mit einem Mietwagen häufig deutlich flexibler.

Kanada ist geradezu für Roadtrips gemacht. Es gibt kurze Ausflüge ebenso wie mehrtägige Routen durch verschiedene Provinzen. Destination Canada führt zahlreiche unterschiedliche Roadtrip-Strecken auf – von British Columbia bis zu den Atlantikprovinzen.

Allerdings sollte die Fahrzeit nicht unterschätzt werden. Auch Tankstellen, Pausen, Baustellen und mögliche Wetteränderungen gehören zur Planung.

Was gehört ins Reisegepäck?

Das hängt natürlich von Jahreszeit und Route ab. Eine gute Grundregel ist aber: lieber flexibel als übertrieben viel.

Mehrere Kleidungsschichten sind häufig sinnvoller als ein riesiger Koffer voller Spezialkleidung. Eine wasserdichte Jacke↗, bequeme Schuhe↗ und Kleidung für unterschiedliche Temperaturen gehören bei vielen Kanada-Reisen zur Grundausstattung.

Wer wandern möchte, sollte außerdem nicht davon ausgehen, dass ein kurzer Spaziergang automatisch überall problemlos möglich ist. In abgelegenen Gebieten können Wetter, Gelände und Wildtiere eine Rolle spielen.

Und ja: Eine Begegnung mit einem Bären klingt auf Fotos fantastisch. In freier Wildbahn sollte man einem solchen Tier allerdings lieber mit ausreichend Abstand begegnen.

Einreise und Reiseunterlagen

Vor der Reise sollten Sie sich selbstverständlich über die aktuell geltenden Einreisebestimmungen informieren. Für viele Reisende aus Europa ist bei einer Einreise nach Kanada auf dem Luftweg eine elektronische Reisegenehmigung, die sogenannte eTA, erforderlich. Die konkreten Voraussetzungen hängen unter anderem von Staatsangehörigkeit und Art der Einreise ab.

Auch beim Thema Reisepass lohnt sich ein Blick auf die Gültigkeit, bevor die Reise gebucht wird. Bei internationalen Reisen ist es generell keine gute Idee, erst wenige Tage vor dem Abflug festzustellen, dass ein Dokument abgelaufen ist.

Kanada lässt sich nicht abhaken

Das vielleicht Wichtigste bei der ersten Kanada-Reise: Versuchen Sie nicht, Kanada komplett zu sehen.

Das funktioniert schon geografisch kaum. Stattdessen lohnt es sich, eine Region bewusst kennenzulernen. Ein paar Tage Vancouver, anschließend Vancouver Island oder die Rocky Mountains können wesentlich entspannter sein als eine Reise, bei der jeden Morgen ein neuer Punkt auf der Landkarte wartet.

Kanada lebt von Landschaften, Weite und dem Gefühl, unterwegs zu sein. Genau dafür sollten Sie Ihrer Reise genügend Raum lassen.

Für Ihre Reise nach oder über Kanada benötigen Sie eine elektronische Einreisegenehmigung. Bei uns können Sie die Canada eTA in deutsch beantragen.

Was unsere Kunden sagen ...

13. März 2018

Am 21.02.18 habe ich einen Immiaccount für das e-visitor 651 erstellt. Während meine Ehefraudas Visa innerhalb von fünf Minuten erteilt bekam, klappte es bei mir bis heute (13.03.18) nicht.

Mehrere Nachfragen über Immiaccount und per Mail blieben unbeantwortet.

Bei der Beantragung über ETA24 (sehr viel einfacher, Zeitaufwand wesentlich geringer, deutsch) erhielt ich das Visa unmittelbar nach Beantragung.

Wirklich empfehlenswert

Scharf Peter
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